Kleine Frau, was nun?


Als Künstler sollte man sich immer ein Auge für die vielen schönen kleinen Dinge des Lebens bewahren, z.B. den eigenen Kontostand. Im Gespräch mit einem Esoteriker erfuhr ich einmal, dass dieser ab und zu in den Wald geht, um Zwerge zu suchen. Da ich außer dem gelegentlich bei uns im Netto einkaufenden Kleinwüchsigen von nebenan noch nie einen echten Zwerg gesehen habe, kam ich auf die Idee, selbst einmal einen Zwerg zu erschaffen. Ich wollte damit sozusagen den „Gott der kleinen Dinge“ spielen. Mit Photoshop, einer Nikon D300″ und der reizenden Veronika Marie Kralacek war das gar kein Problem, wie man hier sehen kann.

Für alle, die das Ganze selbst mal ausprobieren wollen, hier ein paar Tipps:

1. Macht Skizzen. Das ist ganz wichtig, denn eine schlechte Komposition kann kein Photoshop retten.

2. Fotografiert den Hintergrund und das Model am gleichen Ort unter den gleichen Lichtbedingungen.

3. Achtet darauf, dass ihr die Position der Kamera verändert, wenn ihr das Model fotografiert. Am Ende soll ja die Perspektive stimmen. Ihr müsst also meistens von oben herab fotografieren.

4. Bei der Nachbearbeitung sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass es darum geht, einen Effekt glaubwürdig zu verkaufen. Man steigert das Ganze, indem man Schatten an den richtigen Stellen einfügt, Sachen vor die Person setzt (so wirkt alles noch räumlicher) und sich vor allem für die Stellen Zeit nimmt, wo die Füße des Models „den Boden berühren“, weil an dieser Stelle im Bild oft der Effekt auffliegt.

5. Wenn man das Gefühl hat, mit dem Bild stimmt etwas nicht, dann hat man meistens Recht. Hier kann helfen, mal einen Tag nicht daran zu arbeiten und später weiter zu machen. Manchmal hilft auch, dass man den Blickpunkt des Betrachters noch durch etwas ablenkt, indem man Sachen hinzufügt (Farbkleckse, Gegenstände) oder indem man Stellen im Bild weichzeichnet.

In meiner Galerie könnt Ihr die Ergebnisse unseres Fotoshootings sehen.