Ein Intro von Eis und Feuer


In den letzten Tagen und Wochen gab es eine Menge Entwicklungen, die manchmal schneller und überraschender stattfanden, als ich sie verarbeiten konnte und deren Auswirkungen für mich und meine künstlerische Arbeit noch gar nicht absehbar sind. So verrückt und unberechenbar kann nur das Leben sein.

Wie der eine oder andere vielleicht bemerkt hat, besitzt diese Webseite seit März 2016 ein neues Design und sie ist zweisprachig. Einer der Gründe dafür ist, dass ich etwas internationaler werden will. Seitdem ich im letzten Jahr eine Westeros-Karte gezeichnet habe und sie in verschiedenen Online-Foren veröffentlicht und als Poster drucken lassen habe, erreichen mich Emails und Anfragen aus aller Welt. Da erschien mir eine bilinguale Webseite nur ein logischer nächster Schritt.

Durch meine Westeros-Karte habe ich außerdem Aziz und Ashaya, zwei wunderbare Amerikaner, kennengelernt. Die beiden betreiben einen Video- und Audiopodcast namens „History of Westeros“, der sich detailliert mit der Welt befasst, in der George R.R. Martins Romanserie „Das Lied von Eis und Feuer“ spielt. Aziz und Ashaya untersuchen in ihren regelmäßigen Sendungen Hintergründe, Historie, Nebenhandlungen, Personen und unzählige andere spannende  Details, die diese epische Buchreihe so faszinierend machen. Wenn man den beiden zuhört, möchte man sofort die Bücher noch einmal lesen, denn jeder einzelne Podcast steckt voller Überraschungen und Aha-Momente, und man glaubt, die Romane noch gar nicht zu kennen. Für (englischsprachige) Fans der Serie ist dieser Podcast ein Muss.

Da die beiden seit einiger Zeit meine Westeros-Karte für ihre Sendung verwenden und damit natürlich fleißig und freiwillig Werbung für mich und meine Kunst machen, wollte ich auch etwas Schickes für die beiden tun. Ich habe deshalb eine Animation erstellt, die sie als Intro für ihren Videopodcast verwenden können.

Für dieses Intro verwendete ich meine Westeros-Karte und animierte einen Kameraflug darüber (inspiriert vom Intro von Game of Thrones). Außerdem sieht man auf der Karte einige Spielfiguren. In der Buchserie spielen die Romanfiguren ein Spiel namens Cyvasse, das ein bisschen an Schach angelehnt zu sein scheint. Während ich das Intro animierte, hatte ich die Idee, Cyvasse-Figuren auf der Karte zu verteilen. Bei Internet-Recherchen stieß ich auf Arian „Dutchmogul“ Croft, Brettspieldesigner bei der amerikanischen Firma „Ill Gotten Games“, der kostenlos 3D-Modelle dieses Spiels zum Download anbietet, komplett mit Spielregel. Wenn man einen 3D-Drucker besitzt, kann man sich also ein solches Spiel selbst herstellen. Ich habe die Modelle allerdings nur virtuell im Film eingesetzt, bin aber mit „Ill Gotten Games“ in Kontakt und gespannt, ob sich daraus in Zukunft auch noch Möglichkeiten der künstlerischen Zusammenarbeit bieten.

Amerika, hier bin ich.